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Boelongan
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Das musikalische Projekt des Kölner Künstlers Hartmut Zänder trägt den Namen eines niederländischen Dampfers, der am 19. Januar 1942 vor der Küste Sumatras auf die letzten Schiffbrüchigen des zuvor von einer japanischen Fliegerbombe versenkten Frachters „Van Imhoff“ traf. Da es sich bei den Schiffbrüchigen jedoch ›nur‹ um deutsche Kriegsgefangene handelte, drehte die Boelongan kurzerhand ab und überliess die Unglücklichen ihrem Schicksal. Unter den Ertrunkenen befanden sich der Musiker und Maler Walter Spies und Werner Wohl, Sohn des vor den Nazis nach Java geflohenen jüdischen Arztes Kurt Wohl aus Wermelskirchen, der dort Hartmut Zänders Grosstante Cläre heiraten wollte. Die Dokumentation verwendet neben Auszügen aus Cläres Gestapo-Akte und Briefen aus dem Kölner Walter Spies Archiv Zeichnungen, Fotos und Noten sowie Elemente aus javanischem und balinesischem Gamelan, komponiertem und freiem Jazz, Film und Schattenspiel. Zänder erzählt auf dichte und persönliche Weise die Geschichte seiner Verwandten und erinnert so auch an das Schicksal heutiger „Boat People“.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 07.07.2020
Zum Angebot
Stätten biologischer Forschung /Places of Biolo...
44,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

'Stätten biologischer Forschung' sind das Thema der 12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie im Oktober 2003. Der Tagungsort, die als internationales Zentrum der Meeresforschung berühmte Stazione Zoologica Anton Dohrn in Neapel, inspiriert eine Reihe von Vorträgen. Die Zoologische Station wird als Umschlagplatz von Ideen, als bedeutsamer Ort für die Entwicklung der Kolloidchemie der Zelle in den 1920er Jahren, als wichtiger Platz für den Aufstieg der Genetik in Italien und Ausgangspunkt eines neapolitanischen wissenschaftlichen Netzwerkes nach dem Zweiten Weltkrieg vorgestellt. Besucher der Einrichtung (Ludwig WILL, Ernest Everett JUST, Wulf Emmo ANKEL, Jacques LOEB, Botaniker vor dem Ersten Weltkrieg) sowie Briefe von und an ihren Begründer Anton DOHRN bilden einen weiteren Schwerpunkt der Analysen. Im Zentrum der folgenden Betrachtungen stehen Mannigfaltigkeit und differenzierte Problemlagen anderer Forschungsstätten. Dazu gehören der Bonner Campus Poppelsdorf als interfakultärer Entwicklungsort für Physiologie und Zellbiologie, die Zuchtstation des Schwedischen Saatzuchtvereins in Svalöf, die Jewish Agricultural Experiment Station in Athlit als erste biologische Versuchsstation Palästinas oder der botanische Garten 's Lands Plantentuin zu Buitenzorg/Java. Zoologische Gärten als Wirkungsplätze für Tiermaler werden ebenso untersucht wie die Erschliessung des Freilandes als Stätte biologischer Forschung, u. a. mit besonderer Berücksichtigung der Ethologie bzw. des Zusammenhanges von Leuchtgas und Baumsterben 'Unter den Linden' als Freilandlabor. Der Einfluss unzulänglich ausgestatteter Forschungsinstitute auf die wissenschaftliche Biographie am Beispiel des Biochemikers Emil ABDERHALDEN und die Schere zwischen geplanten und realisierten Wirkungsstätten setzen einen weiteren Akzent. Darüber hinaus werden Stiftung, Archiv, Forum und Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland vorgestellt und unterschiedliche Orte der Versuchstierzucht im Rahmen der Notgemeinschaft Deutscher Wissenschaft von 1920 bis 1931 behandelt. Untersuchungen zur Nomogenese als einer Evolutionstheorie jenseits von Darwinismus und Lamarckismus sowie zur Rezeption der Soziobiologie in den deutschen Medien der 1970er und 1990er Jahre ergänzen den Band. Inhalt: * Christiane Groeben, Joachim Kaasch, Michael Kaasch: Editorial * Uwe Hossfeld: Nachruf auf Dr. Erika Krausse (25. Oktober 1935 - 23. Juli 2003). Mit Bibliographie ihrer Arbeiten * Kai Torsten Kanz: 'Welch herrliches Land, ein wahres Paradies.' Die Forschungsreise von Carl Heinrich Köstlin (1755-1783) in Italien im Kontext der deutsch-italienischen Wissenschaftsbeziehungen des späten 18. Jahrhunderts * Christiane Groeben: Catalysing Science: The Stazione Zoologica di Napoli as a Place for the Circulation of Scientific Ideas * Ariane Dröscher: The Naples Station as a Special Place of Biological Research: The Case of Colloid Chemistry of the Cell in the 1920s * Alessandro Volpone: The Early Spreading of Genetics in Italy and the Role of the Stazione Zoologica di Napoli (SZN) * Fabio De Sio:A Neapolitan Research 'Network' after World War II * Christa Riedl-Dorn: Briefe von Anton f. Dohrn im Naturhistorischen Museum in Wien - Ein Beitrag zur Geschichte zweier Institutionen * Isolde Schmidt: Der Rostocker Zoologe Ludwig Will (1861-1946) auf der Suche nach dem 'Ei des Columbus' in Neapel * Daniela Watzke & Irmgard Müller: Die Bedeutung der Zoologischen Station in Neapel und des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin als Exil für den afroamerikanischen Biologen Ernest Everett Just (1833-1941) * Dieter Zissler: Wulf Emmo Ankel und die Stazione Zoologica 'Anton Dohrn' * Heiner Fangerau & Irmgard Müller: Der Biologe Jacques Loeb in der Zoologischen Forschungsstation in Neapel: ein Beispiel für Ludwik Flecks Theorie vom Denkkollektiv? * Dieter Mollenhauer: Benthische Algen im Golf von Neapel und die mitteleuropäische botanische Professorenschaft bis zum Ersten Weltkrieg * Wolfgang Alt: Campus Poppelsdorf 1859-1884: 25 Jahre Entwicklung einer interfakultären Forschungsstätte für Physiologie und Zellbiologie in Bonn * Staffan Müller-Wille: Zum Verhältnis von Taxonomie und Genetik um 1900 - Die

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 07.07.2020
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Stätten biologischer Forschung /Places of Biolo...
35,00 € *
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'Stätten biologischer Forschung' sind das Thema der 12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie im Oktober 2003. Der Tagungsort, die als internationales Zentrum der Meeresforschung berühmte Stazione Zoologica Anton Dohrn in Neapel, inspiriert eine Reihe von Vorträgen. Die Zoologische Station wird als Umschlagplatz von Ideen, als bedeutsamer Ort für die Entwicklung der Kolloidchemie der Zelle in den 1920er Jahren, als wichtiger Platz für den Aufstieg der Genetik in Italien und Ausgangspunkt eines neapolitanischen wissenschaftlichen Netzwerkes nach dem Zweiten Weltkrieg vorgestellt. Besucher der Einrichtung (Ludwig WILL, Ernest Everett JUST, Wulf Emmo ANKEL, Jacques LOEB, Botaniker vor dem Ersten Weltkrieg) sowie Briefe von und an ihren Begründer Anton DOHRN bilden einen weiteren Schwerpunkt der Analysen. Im Zentrum der folgenden Betrachtungen stehen Mannigfaltigkeit und differenzierte Problemlagen anderer Forschungsstätten. Dazu gehören der Bonner Campus Poppelsdorf als interfakultärer Entwicklungsort für Physiologie und Zellbiologie, die Zuchtstation des Schwedischen Saatzuchtvereins in Svalöf, die Jewish Agricultural Experiment Station in Athlit als erste biologische Versuchsstation Palästinas oder der botanische Garten 's Lands Plantentuin zu Buitenzorg/Java. Zoologische Gärten als Wirkungsplätze für Tiermaler werden ebenso untersucht wie die Erschliessung des Freilandes als Stätte biologischer Forschung, u. a. mit besonderer Berücksichtigung der Ethologie bzw. des Zusammenhanges von Leuchtgas und Baumsterben 'Unter den Linden' als Freilandlabor. Der Einfluss unzulänglich ausgestatteter Forschungsinstitute auf die wissenschaftliche Biographie am Beispiel des Biochemikers Emil ABDERHALDEN und die Schere zwischen geplanten und realisierten Wirkungsstätten setzen einen weiteren Akzent. Darüber hinaus werden Stiftung, Archiv, Forum und Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland vorgestellt und unterschiedliche Orte der Versuchstierzucht im Rahmen der Notgemeinschaft Deutscher Wissenschaft von 1920 bis 1931 behandelt. Untersuchungen zur Nomogenese als einer Evolutionstheorie jenseits von Darwinismus und Lamarckismus sowie zur Rezeption der Soziobiologie in den deutschen Medien der 1970er und 1990er Jahre ergänzen den Band. Inhalt: * Christiane Groeben, Joachim Kaasch, Michael Kaasch: Editorial * Uwe Hossfeld: Nachruf auf Dr. Erika Krausse (25. Oktober 1935 - 23. Juli 2003). Mit Bibliographie ihrer Arbeiten * Kai Torsten Kanz: 'Welch herrliches Land, ein wahres Paradies.' Die Forschungsreise von Carl Heinrich Köstlin (1755-1783) in Italien im Kontext der deutsch-italienischen Wissenschaftsbeziehungen des späten 18. Jahrhunderts * Christiane Groeben: Catalysing Science: The Stazione Zoologica di Napoli as a Place for the Circulation of Scientific Ideas * Ariane Dröscher: The Naples Station as a Special Place of Biological Research: The Case of Colloid Chemistry of the Cell in the 1920s * Alessandro Volpone: The Early Spreading of Genetics in Italy and the Role of the Stazione Zoologica di Napoli (SZN) * Fabio De Sio:A Neapolitan Research 'Network' after World War II * Christa Riedl-Dorn: Briefe von Anton f. Dohrn im Naturhistorischen Museum in Wien - Ein Beitrag zur Geschichte zweier Institutionen * Isolde Schmidt: Der Rostocker Zoologe Ludwig Will (1861-1946) auf der Suche nach dem 'Ei des Columbus' in Neapel * Daniela Watzke & Irmgard Müller: Die Bedeutung der Zoologischen Station in Neapel und des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin als Exil für den afroamerikanischen Biologen Ernest Everett Just (1833-1941) * Dieter Zissler: Wulf Emmo Ankel und die Stazione Zoologica 'Anton Dohrn' * Heiner Fangerau & Irmgard Müller: Der Biologe Jacques Loeb in der Zoologischen Forschungsstation in Neapel: ein Beispiel für Ludwik Flecks Theorie vom Denkkollektiv? * Dieter Mollenhauer: Benthische Algen im Golf von Neapel und die mitteleuropäische botanische Professorenschaft bis zum Ersten Weltkrieg * Wolfgang Alt: Campus Poppelsdorf 1859-1884: 25 Jahre Entwicklung einer interfakultären Forschungsstätte für Physiologie und Zellbiologie in Bonn * Staffan Müller-Wille: Zum Verhältnis von Taxonomie und Genetik um 1900 - Die

Anbieter: Thalia AT
Stand: 07.07.2020
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Boelongan
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zzgl. 3,00 € Versand

Das musikalische Projekt des Kölner Künstlers Hartmut Zänder trägt den Namen eines niederländischen Dampfers, der am 19. Januar 1942 vor der Küste Sumatras auf die letzten Schiffbrüchigen des zuvor von einer japanischen Fliegerbombe versenkten Frachters „Van Imhoff“ traf. Da es sich bei den Schiffbrüchigen jedoch ›nur‹ um deutsche Kriegsgefangene handelte, drehte die Boelongan kurzerhand ab und überließ die Unglücklichen ihrem Schicksal. Unter den Ertrunkenen befanden sich der Musiker und Maler Walter Spies und Werner Wohl, Sohn des vor den Nazis nach Java geflohenen jüdischen Arztes Kurt Wohl aus Wermelskirchen, der dort Hartmut Zänders Großtante Cläre heiraten wollte. Die Dokumentation verwendet neben Auszügen aus Cläres Gestapo-Akte und Briefen aus dem Kölner Walter Spies Archiv Zeichnungen, Fotos und Noten sowie Elemente aus javanischem und balinesischem Gamelan, komponiertem und freiem Jazz, Film und Schattenspiel. Zänder erzählt auf dichte und persönliche Weise die Geschichte seiner Verwandten und erinnert so auch an das Schicksal heutiger „Boat People“.

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